Bosau - Sarau - Berlin | 29,3 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Im 12. Jahrhundert wirkte der Bischof Vicelin (um 1090 - 1154) im heutigen Ostholstein. Der Erzbischof Adalbero von Bremen beauftragte ihn, die Slawen und Wagrier im Lübecker Raum zu christianisieren. Ihm wird daher der Beginn der Christianisierung im 12. Jahrhundert zugeschrieben. Vicelin wurde 1332 für seine Aufopferung heilig gesprochen. Viele Kirchen auf der Bischofstour sind von ihm gegründeten worden.

Die Radwanderkarte mit dem Routenverlauf und weiteren Informationen steht Ihnen zum Download zur Verfügung.


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Legende Bischofstour
St.-Petri-Kirche Bosau (Fotonachweis 2)
St.-Petri-Kirche Bosau

Begeben Sie sich in Bosau auf die Spuren des Bischofs Vicelin. Die St.-Petri-Kirche aus dem Jahr 1152 zählt zu den ältesten Feldsteinkirchen des Landes.

St.-Petri-Kirche (Fotonachweis 2)
St.-Petri-Kirche
Ausblick zum Plöner Schloss (Fotonachweis 2)
Ausblick zum Plöner Schloss

Der Luftkurort Bosau liegt am Ostufer des Plöner Sees, dem größten und tiefsten See Schleswig-Holsteins. Der See ist eines der wichtigsten Brut- und Rastgebiete für Wasser- und Röhrichtvögel in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig ist er ein beliebtes Erholungsgebiet mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Weitere Informationen bietet die Touristinformation Grosser Plöner See.

Plöner See bei Bosau (Fotonachweis 2)
Plöner See bei Bosau

Der See begleitet Sie noch ein Stück entlang des Routenverlaufs in südliche Richtung. Durch die holsteinische Hügellandschaft geht es nach „Berlin“. Der Ort hat zwar nur 600 Einwohner, aber auch wie die Bundeshauptstadt  einen "Kurfürstendamm", einen "Potsdamer Patz" und eine Straße "Unter den Linden". In einem Wald westlich von Kembs können Sie die Reste einer Turmhügelburg entdecken.

Badestelle am Seekamper See (Fotonachweis 2)
Badestelle am Seekamper See

Im Dorf Berlin radeln Sie „Unter den Linden“ nach Seekamp. Die sandige Badestelle mit seinem flachen Ufer am Seekamper See lädt zu einem erfrischenden Bad ein und ist besonders für kleine Kinder geeignet. Auch ein Campingplatz bietet hier eine Übernachtungsmöglichkeit.

Kirche zu Sarau (Fotonachweis 2)
Kirche zu Sarau

Der Streckenverlauf führt nun in östliche Richtung durch den Naturpark Holsteinische Schweiz in das Dorf Sarau. Sehenswert ist die Kirche zu Sarau, die bereits Mitte des 12. Jh. von Bischof Vicelin gegründet wurde. Reste des für 1194 urkundlich erwähnten romanischen Feldsteinbaus sind heute in der unteren Wandzone zu erkennen.

Thing-Stein in Sarau (Fotonachweis 2)
Thing-Stein in Sarau

Die Kirche befindet sich an einem vor 1108 als Thing-Stätte genutzten Platz. An diesen alten germanischen Gerichtsplatz erinnert ein großer Findling neben einer alten hohlen Eiche mit der Inschrift „Thinkplatz vor 1109“.

Gedenkstein in Sarau (Fotonachweis 2)
Gedenkstein in Sarau

Ein weiterer Gedenkstein erinnert an den Todesmarsch aus dem Konzentrationslager Fürstengrube von 1945. Viele bereits im Januar 1945 evakuierte Häftlinge des Konzentrationslagers wurden vom 12.4. bis zum 3.5.1945 durch Holstein getrieben und fanden dabei den Tod. Die Überlebenden des Marsches wurden in Neustadt an Bord der Cap Arcona gebracht. Etliche starben, als das Schiff durch die britische Luftwaffe versenkt wurde.

Lindenallee zum Gut Glasau (Fotonachweis 2)
Lindenallee zum Gut Glasau

Durch eine schattige Lindenallee geht es nun zum Gut Glasau zu. Die Geschichte des Guts reicht bis in das Mittelalter zurück. Das jetzige Herrenhaus wurde 1912 im englischen Landhausstil erbaut. Der weitläufige Park mit seinen stattlichen Bäumen ist ganzjährig frei zugänglich.

Plöner See (Fotonachweis 31)
Plöner See

Die Bischofsroute leitet Sie schließlich entlang von Wiesen und Feldern über die Dörfer Hassendorf, Wöbs, Bichel und Löja zurück nach Bosau an den Plöner See.